Die Möhnen, ein Pfeiler unserer Gesellschaft

Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren. "Prost meine Damen"
Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren. "Prost meine Damen"

In den 60ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatten unsere Möhnen viel Spaß in der traditionellen rheinischen Möhnentracht.

70 Jahre ohne „Frauenpower“, aber dann !
Ein kurzgefasster Rückblick auf eine glückliche Fügung
die uns die Möhnen bescherte.

Luise schaute Erich an und zeigte bestimmend mit dem Finger an den Himmel:
„Jetzt ist Schluss mit der alleinigen Männerherrlichkeit ! Wir wollen unseren eigenen Spaß im Karneval !“
So, oder so ähnlich könnte es sich zugetragen haben als 1954 die holde rot –weiße Weiblichkeit mit Macht auf die Neuwieder Karnevalsbühne trat.
Erich konnte da nur noch resignierend die Schulter hängen lassen. Oder dachte Erich gar daran, verschmitzt wie er nun mal war, dass dem Neuwieder Karneval eine Verfeinerung mit dieser notwendigen“ Würze“ gut täte. „Gott sei Dank“, gab er sich schmunzelnd geschlagen und die absolute Männerdomäne war Geschichte.
(Sicherlich erinnern sich noch viele an die beiden Rot – Weißen Urgesteine, Erich und Luise Lötsch. Beide hatten einen großen Anteil an der positiven Entwicklung unserer Gesellschaft )
Fortan, so schrieb der langjährige Geschäftsführer Erich Lötsch in seiner ersten Chronik über die Rot – Weißen, wuchs die Möhnengruppe zu einem wesentlichen Bestandteil der Funken heran. Stolz konnte Erich berichten, dass die ab 1955 jährlich stattfindenden Damensitzungen, am Schwerdonnerstag, zu einem Höhepunkt der Veranstaltungen im Neuwieder Karneval wurden. Der Freundeskreis der Funken Rot – Weiß 1884 erfuhr dadurch eine Erweiterung über die Neuwieder Stadtgrenze hinaus.

Möhnen-Elferrat bei der Damensitzung im Pfarrsaal Heilig in den 60ziger Jahren
Möhnen-Elferrat bei der Damensitzung im Pfarrsaal Heilig in den 60ziger Jahren

Ab 1968 wurde die Damensitzung, nach Schließung des Kolpinghauses, aus der Neuwieder Innenstadt in das Stadtgebiet um die Engerser Landstr. verlegt. Der Pfarrsaal von „Heilig Kreuz“ nahm die Innenstädter auf. Nahtlos konnten die Möhnen ihre erfolgreichen Damensitzung weiterführen. Im „Sonnenland“ wurde diese Veranstaltung zu einem festen Begriff und war aus dem bekannten Wohngebiet nicht mehr wegzudenken.

 

Die Damen hatten also ein Forum gefunden, dass ihnen die Gelegenheit bot, die ganz alltäglichen Lebenssituationen aufzuarbeiten. Und zwar in der Bütt, mit Humor und Lachen. Eine gute, wenn nicht gar die beste Medizin für so manches „Wehwehchen“. Der Alltag aus dem Blickwinkel einer Frau , sozusagen eine Rot – Weiße Erfolgsgeschichte, die mehr als drei Jahrzehnte anhielt, wie unsere Herren neidlos anerkennen mussten.

Der Zahn der Zeit nagte zwar langsam aber beständig, wie überall, so auch an dieser wunderbaren Veranstaltung. Das Sonnenland veränderte sich und die Damen wurden
älter. Aber auch der Karneval veränderte sich und musste dem jeweiligen Zeitgeist seinen Tribut entrichten. Ein Tribut der nicht eben mal so einfach zu entrichten ist wie die Rot – Weißen feststellten. Eine nähere Betrachtung bzw. Analyse dieser beiden Sätze würde den Rahmen des kleinen Rückblicks sprengen und sollte später an anderer Stelle aufgearbeitet werden.

200 Jahrzehnte, 20 Jahrhunderte und 2 Jahrtausende gingen zu Ende als Gisela Schröter die Regentschaft, als Stadtobermöhn, über Neuwieds Möhnen übernahm. In neuen roten Kostümen begleitete unsere Möhnenschar , Gisela, durch die närrische Session 1999/2000. Die Gelegenheit war günstig, und so verbündete man sich mit den karnevalistischen Damen der anderen Neuwieder Vereine zu den sog. Citymöhnen. Heilig Kreuz war ab sofort Geschichte und unsere Damen gestalteten eine Gemeinschaftssitzung der närrischen Weiber in Neuwieds „guter Stube“ , der Festhalle Heimathaus mit.
Trotz lebendiger Sitzungen im großem Rahmen, die mit viel Einsatz der beteiligten Vereine durchgeführt wurden, erinnerten sich unsere Möhnen doch etwas wehmütig an die vergangenen Tage im Pfarrsaal Heilig Kreuz.
Heute, versuchen unsere Möhnen, wieder in kleinem Rahmen an diese Zeit anzuknüpfen. Bei Kaffee, Kuchen und der ein oder anderen Büttenrede soll das so schmerzlich vermisste Forum humorvoller Alltagsbewältigung wiedergefunden werden. Ein neues Kostüm, dass etwas“ Heilig Kreuz Atmosphäre“ heraufbeschwört, soll quasi die Aufbruchstimmung verstärken.

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